Eine vierte Ausgabe mit Tessiner Akzent

Das Schweizer Buchfestival – Reiseland 2019
Eine vierte Ausgabe mit Tessiner Akzent

Vom Freitag, den 20. bis Sonntag, den 22. September 2019, lockte das Schweizer Buchfestival –Reiseland mehr als 4‘500 Besucher in Les Arsenaux Sitten. Hier hatten die Leser die Möglichkeit vierzig Autoren aus der Westschweiz, dem Tessin oder Italien sowie Vertreter der Reiseliteratur in all ihrer Vielfalt kennenzulernen und deren aktuelle literarische Werke zu entdecken.

Das Schulprogramm am Freitag zog mehr als 500 Schüler zu mehreren Treffen und pädagogischen Workshops rund um das Thema Lesen und Schreiben an. Die an diesem Wochenende anwesenden rund vierzig Autoren sprachen ein grosses Publikum an und sorgten für einen spannenden Austausch. Ein reichhaltiges Programm mit Schreibworkshops, Lesungen und literarischen Spaziergängen im Herzen der Stadt Sitten sowie lustigem, unerwartetem und entspanntem Autorenaustausch rund um den Reisekoffer.

Die Gastgeber des Festivals 2019, das Tessin und die italienischsprachige Literatur, die durch die Casa della Letteratura per la Svizzera italiana vertreten wurden, brachten Liebhaber der belle lettere dazu Bücher zu entdecken, die diese Literatursaison prägen, wie z. B. Silvia Ricci Lempens Les rêves d'Anna (Editions d'En Bas) und Borgo Vecchio von Giosuè Calaciura (Noir sur Blanc), die zu den elf ausländischen Romanen zählen, die für den Femina-Preis 2019 ausgewählt wurden. Darüber hinaus trugen auch die zahlreichen zweisprachigen Formate zur Förderung der Tessiner und italienischen Literatur bei und hoben die von Anna Ruchat, Claudia Quadri, Andrea Fazioli, Fabio Andina und anderen übersetzten Werke hervor. Aufbauend auf diesem Erfolg will sich das Festival in Zukunft auf andere regionale Literaturen konzentrieren.

Diese Ausgabe war geprägt von der aussergewöhnlichen Präsenz von Sarah Marquis, der Ehrenpräsidentin des Festivals; die faszinierenden Abenteuer der Entdeckerin und Schriftstellerin erleuchteten diese drei Tage des literarischen Umherreisens. Lebenserfahrung in Worten und Bildern, wurde den Liebhabern von Reiseliteratur zudem durch „Une saison en bivouacs“ auf den Schweizer Gipfeln vermittelt, erzählt von Matthieu Fournier, Journalist und Moderator von Passe-moi les jumelles.

Dieses Wochenende bot auch die Gelegenheit zu einer besonderen Hommage an Carl Spitteler, 100 Jahre nach dessen Nobelpreis, und der Auszeichnung von Chirine Sheybani für Nafasam (Cousu Mouche) und Manuela Gay-Croisier für Baiser de Glace (Plaisir de lire) durch die Walliser Schriftstellergesellschaft.

Der Termin für eine neue Frühjahrsausgabe steht bereits fest. Das Festival 2020 wird vom 1. bis 3. Mai 2020 stattfinden.